ágú 052020
 

Eine IG-Metall-Flagge. Der zweijährige Vertrag zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall betrifft 900.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, in der Industriekonzerne wie der Autobauer Daimler und Robert Bosch leben. In Bezug auf die Bedingungen der Vereinbarung hob Huber die neuen Bedingungen für Leiharbeitnehmer in metallverarbeitenden Betrieben hervor und sagte, dass der Kompromiss den Arbeitsteilungen in den Betrieben entgegengewirkt habe, während gleichzeitig die Tarifverträge der IG Metall flexible Lösungen für eine „flüchtige Wirtschaft“ lieferten. Arbeitszeit• Ab 2019 ein Recht für alle Vollzeitbeschäftigten mit mehr als 2 Jahren Betriebszugehörigkeit, ihre Wochenarbeitszeit für 6 bis 24 Monate auf 28 Stunden zu reduzieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums haben die Arbeitskräfte das Recht, den Vorgang zu wiederholen. • Die vorübergehend reduzierte (28 Stunden) Wochenarbeitszeit wird auf 10 % der Erwerbsbevölkerung begrenzt. Beantragen mehr als 10 % der Arbeitnehmer eine Verkürzung der Arbeitszeit, Vorrang haben dann diejenigen, die Schichtarbeit, Pflege von Angehörigen oder kleinkinderfürsorge (bis 8 Jahre) leisten.• Die Arbeitgeber haben auch die Möglichkeit, Arbeitnehmer mit 40-Stunden-Verträgen zu beschäftigen (derzeit auf 18 %/13 % aller Verträge je nach Tarifregion festgelegt), aber die Betriebsräte werden mehr und stärkere Widerspruchsrechte haben, wenn die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 35,9 Wochenstunden über alle Arbeitnehmer hinausgeht. Der Chef des Dachverbandes der Gesamtmetall-Gewerkschaft, Rainer Dulger, nannte den Tarifvertrag „den Eckpfeiler eines flexiblen Arbeitssystems für das 21. Jahrhundert“. Die Vereinbarung zeigt, wie stark der deutsche Wirtschaftsboom den Gewerkschaften in diesem Jahr bei den Tarifverhandlungen gegeben hat. Im vergangenen Jahr wuchs die Wirtschaft so schnell wie seit 2011 nicht mehr, und die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990. Der Tarifvertrag war hart umkämpft.

Die Gewerkschaft IG Metall hat in den vergangenen Wochen eine Reihe von Warnstreiks gestartet, um ihrer ursprünglichen Forderung nach einer Lohnerhöhung von 6 Prozent nachzugehen. Die Arbeitnehmer erhalten für das erste Quartal 2018 eine Einmalzahlung von 100 Euro und ab 2019 einen Betrag in Höhe von 27,5 Prozent ihres Monatsgehalts sowie einen zusätzlichen festen Jahresbetrag von 400 Euro – dieser kann jedoch verschoben, reduziert oder bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage aufgehoben werden. Die jüngste Vereinbarung von IG Metall und VGZ führte zu einer Lohnanpassung der Leiharbeitnehmer in der Metallindustrie. Um die Lohnunterschiede zwischen Festangestellten und Leiharbeitnehmern so gering wie möglich zu halten, werden Leiharbeitnehmer zuzuschlägen. Diese Zuschläge steigen mit der Dauer des Aufenthalts der Arbeitnehmer in den Betrieben. Die Einigung wurde in den frühen Morgenstunden des 24. Februar zwischen der IndustriALL Global Union-Mitgliedsorganisation, der IG Metall und den Arbeitgeberverbänden erzielt. Die deutschen Tarifverhandlungen wurden von der Europäischen Zentralbank aufmerksam verfolgt, die ihr Inflationsziel besser erreichen könnte, wenn die Löhne in der größten Volkswirtschaft der Eurozone steigen würden. Mario Draghi, der Ezb-Chef, hat gesagt, dass die Löhne steigen müssen, bevor die Bank ihre Konjunkturmaßnahmen aus der Krisenzeit auflösen kann.

Tariflohnzuschlag oder 8 Tage Urlaub • Im Juli 2019 erhalten Arbeitnehmer eine Zahlung von 400 Euro und einen jährlichen Tarifzuschlag von 27,5 % ihres Monatslohns. • Ab 2019 können Arbeitnehmer mit Kindern bis zum Alter von 8 Jahren oder Personen, die sich um Verwandte kümmern oder in ungesunden Arbeitszeitmodellen wie Schichtarbeit, alternativ den Tariflohnzuschlag in 8 Tage Urlaub umwandeln.