ágú 022020
 

Im Vergleich zu anderen Sparmöglichkeiten wie Lebensversicherungen können Riester-Ersparnisse nicht verpfändet werden und müssen nicht aufgebraucht werden, bevor ihre Eigentümer Anspruch auf Langzeitarbeitslosengeld oder Sozialhilfe haben. Greift ein Begünstigter vor dem 60. Lebensjahr auf das Riester-Vermögen zu (Anmerkung: bei ab 2012 abgeschlossenen Verträgen: 62), kündigt er einen Riester-Vertrag oder stirbt ohne qualifizierte Erben (d. h. Ehegatte oder Kinder, für die Kindergeld gezahlt werden), müssen bisher alle staatlichen Leistungen (Zuschüsse und Steuerersparnisse) in monatlichen Raten zurückgezahlt werden („förderschädliche Verwendung“). Riester-Verträge werden daher in der Regel nicht vor der Pensionierung gekündigt. Begünstigte, die ihren Ruhestand außerhalb der EU/des EWR verbringen, müssen die oben beschriebenen Leistungen ebenfalls zurückzahlen. Aufgrund der sehr strengen staatlichen Vorschriften sind zertifizierte Riester-Pensionspläne eine der sichersten Optionen für Altersersparnisse in Deutschland. Bucher-Koenen T (2011) Finanzkompetenz, Riester-Renten und andere private Altersvorsorge in Deutschland. MEA Diskussionspapier 250-2011 Der Staat fördert private Rentensysteme durch Sondersubventionen und Steuererleichterungen. Mit der gesetzlichen Rente fließen die Zahlungen der Versicherten im Folgemonat direkt an die Rentner.

Beiträge zu privaten Pensionsverträgen werden dagegen anfallen – einschließlich der staatlichen Zulagen. Sie werden später zuzüglich Zinseszinsen als lebenslange Renten ausgezahlt. Stirbt der Rentenberechtigte, so ist der Rentenanspruch auf Dritte übertragbar. Während der Pay-in-Phase hat der Investor das Recht, den Anbieter zu wechseln. Bestehende Verträge können auch in den staatlichen Zuschuss einbezogen werden – vorausgesetzt, die oben genannten Leitlinien sind in den „alten Vertrag“ integriert. Wer mit Riester in rente, muss mindestens 60 Euro pro Jahr als Grundbeitrag investieren. Um staatliche Zuschüsse in Höhe von 175 € pro Jahr (350 € für Ehepaare) zu erhalten, muss ein Riester-Sparer 4% seines Jahreseinkommens vor Steuern (aber nur bis zu maximal 2.100 € abzüglich Subventionen) auf sein Riester-Konto einzahlen. Wenn er Kinder hat, können weitere 185 € oder 300 € (für Kinder, die nach dem 1. Januar 2008 geboren wurden) erhalten werden.