júl 302020
 

Und das, obwohl die Universitätsstadt für viele Hightech-Unternehmen ein begehrter Standort ist. Unterdessen hat die baden-württembergische Landesregierung Ulm zum Vorbild für alle Städte erklärt und will die Besteuerung von Grundstücken beenden. Löhr rechnet damit, dass sich „Landgewinne ohne Beitrag“, die sich aus dem Besitz eines Hauses in bester Lage belaufen, inzwischen auf rund 150 Milliarden Euro pro Jahr belaufen – 150 Milliarden Euro, auf die die Allgemeinheit eigentlich Anspruch haben sollte und die nicht in private Taschen oder internationale Investoren fließen sollten. Selbst Experten sind erstaunt über den Grad der Ungleichheit in Ganz Deutschland, wenn es um Immobilienbesitz geht. In einem ihrer Monatsberichte rechnet die Deutsche Bundesbank vor, dass die reichsten 10 Prozent der Haushalte fast die Hälfte der Immobilien des Landes besitzen. Die Situation hat sich völlig verändert. Die 35 erhaltenen Häuser, die heute im Besitz der städtischen Wohnungsbaugesellschaft UWS sind, wurden in den 1980er Jahren modernisiert und auf zeitgenössische Standards gebracht. Eine vom Krieg verwüstete Reihe wurde 1977 sogar komplett wieder aufgebaut. Einige der Soldatenhäuser wurden über mehrere Generationen von denselben Familien bewohnt. Ein neuer Haushalt bringt viel Neues. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen für Sie als Mieter, auch wenn Sie unsere Hausinformationen nicht zur Hand haben. Eine andere Statistik zeigt, dass es viele Anleger gibt, die auf diese Weise Geld verdienen wollen: Rund 600.000 Baugenehmigungen wurden derzeit erteilt, aber noch nicht umgesetzt. Viele wurden in Städten wie München gewährt, wo es an Wohnraum mangelt – und die Aussicht auf hohe Renditen.

2007 wurde die Stadt Ulm für ihr bemerkenswertes lokales Energiemanagement und ihre Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels mit dem Europäischen Energiepreis ausgezeichnet. [8] Beispiele für diese Bemühungen sind ein Biomassekraftwerk der Fernwärme Ulm GmbH (10 MW elektrische Leistung) und das weltweit größte Passivhausbürogebäude, das sogenannte Energon, das sich in der „Science City“ in der Nähe des Universitätscampus befindet. Darüber hinaus verfügt die Stadt Ulm über die zweitgrößte Solarstromproduktion in Deutschland. [9] Für alle Neubauten ist seit April 2008 ein strenger Energiestandard (deutscher KFW40-Standard) vorgeschrieben. Das Ulmer Münster wird seit Januar 2008 vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt. [10] Bis Ende 2011 wird als europäisches Pilotprojekt ein selbsttragendes Rechenzentrum in der Ulmer Weststadt errichtet. [11] Im Sommer überquert eine solarbetriebene Fähre die Donau 7 Tage die Woche. [12] Das „Bündnis 100% Erneuerbare Energien“ wurde im Februar 2010 mit dem Ziel gegründet, die Menschen und Organisationen, die den Übergang zu 100 % erneuerbaren Energien bis 2030 fördern wollen, zusammenzubringen. [13] Sie sind ein besonderes Merkmal von Ulm, dem sogenannten Grabenhäusle.

Während eines zweistufigen Prozesses in den Jahren 1610 und 1633 wurden sie reihenweise an der alten Stadtmauer für die Stadtsoldaten errichtet und blickten von dort auf Gräben, die zur Festung gehörten. Hier bekommen sie ihren Namen, denn im Deutschen bedeutet Graben Graben. Ehemalige Soldaten und Militärwitwen bildeten die Hauptgruppe der Käufer, als die kleinen Häuser nach dem Ende der Kaiserstadt-Ära privatisiert wurden. Ulm ist auch Sitz der Fachhochschule der Stadt, die 1960 als öffentliche Ingenieurschule gegründet wurde. Die Schule beherbergt auch zahlreiche Studenten aus der ganzen Welt im Rahmen eines internationalen Auslandsstudiums. [Zitat erforderlich] Das bedeutet, dass bisher die Falschen vom Wertzuwachs des Landes profitieren. Denn wenn ein Haus in Berlin-Mitte in einer strukturschwachen Region wie dem Harz oder der Eifel deutlich mehr wert ist, dann ist es vor allem der Arbeit des öffentlichen Sektors zu verdanken, sagt der Ökonom Dirk Löhr.